{"id":364,"date":"2020-12-22T07:32:00","date_gmt":"2020-12-22T06:32:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.asatru.network\/?p=364"},"modified":"2020-12-22T07:32:00","modified_gmt":"2020-12-22T06:32:00","slug":"heilige-julzeit-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.asatru.network\/?p=364","title":{"rendered":"Heilige Julzeit (II)"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/asentr.eu\/images\/jul\/winterson.jpg\" alt=\"\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h2>Von Daniel<\/h2>\n\n\n\n<p>Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Was war endet \u2013 was sein mag wird beginnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Freunde, ich m\u00f6chte dem Geschehen, das unsere Generation pr\u00e4gt und in Erinnerung bleiben wird, nicht den Platz einr\u00e4umen, unser wundervolles Fest zu beherrschen. Gleichwohl wird freilich auch diese heilige Zeit von dieser Schwere mit betroffen sein. Und ich empfinde das auch als wichtig, jeder Zeit ihre Zeit einzur\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jul, das Licht des Tages weicht der Dunkelheit, die heute ihren H\u00f6hepunkt erf\u00e4hrt und gleichzeitig die heiligste Zeit im Jahr einl\u00e4utet. Es beginnen die N\u00e4chte, die das Alte mit dem Neuen verbinden und wenn wir zuh\u00f6ren, vernehmen wir das Gefl\u00fcster unserer Vorfahren, die uns aus der Ferne nah werden wie nie. Besinnen wir uns auf sie, erkennen wir ihren Atem, den auch wir aushauchen \u2013 in der vermeintlichen K\u00e4lte und der Dunkelheit dieses Tages. Doch unsere Ahnen \u2013 und das erkennen wir, wenn wir ihnen lauschen \u2013 berichten uns nicht \u00fcber Sorgen, Trauer und Schwere ihrer Zeit. Sie laden uns ein zu einem gemeinsamen Fest. Wir besinnen uns darauf, dass sie die T\u00e4ler ihrer Zeit durchschritten haben und wir erkennen, dass jede noch so kleine Entscheidung und Erkenntnis ihrerseits uns bis heute begleitet und letztlich dazu gef\u00fchrt hat, dass wir Teil ihrer Sippe wurden und diese unsere Zeiten \u00fcberhaupt erleben d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Gott unserer Ahnen k\u00f6nnen wir in der Julzeit besonders das Wirken Odins als Walvater wahrnehmen. Der Wanderer zwischen den Welten, der in der Zeit, in der der Vorhang, der diese sonst voneinander trennt, d\u00fcnn und durchl\u00e4ssig erscheint, uns auf unseren Wegen \u00fcberall begegnen kann und in Andacht und Stille \u00fcber uns hinwegzublicken scheint. Doch er ist es auch, an den wir uns in dieser Zeit erinnern als jenem, der f\u00fcr die Seinen in die Unterwelt reist und mit den Asen den neuen Jahreskreis erwirkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir erleben den Einfluss der G\u00f6tter in diesem winterlichen Wechselspiel zwischen Licht und Dunkelheit aber auch in dem Wirken der sch\u00f6nen G\u00f6ttin Freya, \u00fcber das im Hyndlalied berichtet wird. So fordert sie die Winterriesin Hyndla heraus, die Ahnenreihe ihres Getreuen Ottar aufzuz\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>nun sage die alten Ahnenreihen<br>und melde mir der Menschen Geschlechter\u2026<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Lasst uns nun auf diese Dinge besinnen und uns einkehren in unser Heim, das Wesentliche zu heiligen. Jede Zeit hat ihre Zeit und das menschliche Dasein ist oft gepr\u00e4gt von Zweifel, die richtigen Dinge zur richtigen Zeit getan zu haben. Lasst uns bescheiden sein in unseren Gedanken und still in unseren Pl\u00e4nen. Denn das ist die Zeit der Julzeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Morgen schon werden die Tage l\u00e4nger und das Licht st\u00e4rker. Mit jedem Tag wird es an Helligkeit gewinnen und so ist das Ende dessen, was war, der Anfang dessen, was sein mag. Und wir werden uns so stark wie selten bewusst, dass das Licht in der Welt nicht nur Wegweiser ist. Es heilt, was es zu heilen gilt und l\u00e4sst erbl\u00fchen, was es erbl\u00fchen soll.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr ein gutes Jahr und Frieden!<\/p>\n\n\n\n<h2>Von Ingmar<\/h2>\n\n\n\n<p>Wissenswert: Gro\u00dfe Konjunktion am Sternenhimmel<\/p>\n\n\n\n<p>Sie sind zwar noch 730 Millionen Kilometer voneinander entfernt, doch kommen sich Jupiter und Saturn aus der Perspektive der Erde so nahe wie nur selten. Und dies zur Wintersonnenwende in der n\u00f6rdlichen Hemisph\u00e4re. Die \u201eGro\u00dfe Konjunktion\u201c von Jupiter und Saturn findet etwa alle 20 Jahre statt \u2013 wie nah sie dabei von der Erde aus erscheinen, ist aber unterschiedlich. <\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Infos: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gro%C3%9Fe_Konjunktion\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wikipedia Gro\u00dfe Kunjunktion<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Daniel Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Was war endet \u2013 was sein mag wird beginnen. Liebe Freunde, ich m\u00f6chte dem Geschehen, das unsere Generation pr\u00e4gt und in Erinnerung bleiben wird, nicht den Platz einr\u00e4umen, unser wundervolles Fest zu beherrschen. 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