{"id":349,"date":"2020-12-20T18:07:40","date_gmt":"2020-12-20T17:07:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.asatru.network\/?p=349"},"modified":"2020-12-20T18:07:40","modified_gmt":"2020-12-20T17:07:40","slug":"heilige-julzeit-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.asatru.network\/?p=349","title":{"rendered":"Heilige Julzeit (I)"},"content":{"rendered":"\n<p>Ein gemeinsamer Julgru\u00df in die heil&#8217;ge Stille, in die besinnlichen Momente der Julzeit. Wir werden sicher sp\u00e4ter noch mal etwas zu dem &#8218;Wir&#8216; schreiben, doch an dieser Stelle m\u00f6chten wir zun\u00e4chst eines tun: Euch liebe Leserinnen und Lesern mit unseren pers\u00f6nlichen Gedanken eine besinnliche, erholsame und gesunde Julzeit w\u00fcnschen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/asentr.eu\/images\/jul\/jullicht2.jpg\" alt=\"\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Von Mona<\/h2>\n\n\n\n<p>In den Rauhn\u00e4chten und bei der Wintersonnenwende sehe ich Odin im Fokus, in einer zerst\u00f6rerischen Art und Weise. Das Alte vergeht, aber auch das Feuer erlischt, der Sturm vergeht und aus der Asche entsteht wieder Neues. Fruchtbarer Boden, der mit Arbeit, intelligenter Pflanzung, Schutz vor Fressfeinden und Sch\u00e4dlingen und mit g\u00fcnstigem Wetter zu einer reichen Ernte f\u00fchren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt viele indigenen Kulturen, so die Samen im hohen Norden, die Maori in Neuseeland, die Maya in Guatemala und Mexico und die Mapuche in Chile. Ich sehe uns in ihren Reihen, auch wenn die Kette der Weitergabe der Traditionen bei uns nicht durchg\u00e4ngig ist. Wenn man aufmerksam ist, dann kann man auch in der Asatru einfache und nat\u00fcrliche Traditionen finden. In starken Naturph\u00e4nomenen, Wandern, Meditation, Sauna, Gesang, bei Opfergaben an Feuer, Erde, Wasser oder Sumpf, beim gemeinsamen Essen, mit Verst\u00e4ndnis des Waldes und der Bauern, finde ich guten Zugang.<\/p>\n\n\n\n<p>Brand entbrennt an Brand, bis er zu Ende brennt,<br>Flamme belebt sich an Flamme. (Havamal)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Von D\u00f6rthe<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich ist die Julzeit eine Zeit der Besinnung, der Reflektion. Ein Augenblick, in dem die Erde still steht, um daraufhin von vorne zu beginnen. Wo alles den Atem anh\u00e4lt, sich zur\u00fcckzieht, abwartend, \u00fcberlegend. Wir haben die Chance es dem gleichzutun, uns in unsere warmen Decken zu kuscheln, eine Berechtigung zum Nichtstun. Das Feuer im Ofen beobachten, Zeit zu haben, um in sich zu kehren, seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Nachzudenken \u00fcber das, was war und das was wir wollen, sobald wir wieder vor die T\u00fcr treten. Wir haben auch Zeit den G\u00f6ttern n\u00e4her zu sein, denn der Alltag entschleunigt sp\u00fcrbar.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.asatru.network\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201219_142757_klein-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-353\" srcset=\"https:\/\/www.asatru.network\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201219_142757_klein-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.asatru.network\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201219_142757_klein-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.asatru.network\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201219_142757_klein-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.asatru.network\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201219_142757_klein-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.asatru.network\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201219_142757_klein.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die K\u00e4lte und der Frost lassen die Erde einen Moment erstarren und geben uns die M\u00f6glichkeit der Ruhe, bis es wieder raus geht mit neuen Pl\u00e4nen und neuen W\u00fcnschen. Bis es wieder warm genug ist, dass auch die Tiere wieder Lust haben sich zu bewegen, die Pflanzen eine Chance zum Wachsen haben und der Boden soweit aufgetaut ist, dass er bearbeitbar und formbar wird.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.asatru.network\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Winter_1-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-355\" srcset=\"https:\/\/www.asatru.network\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Winter_1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.asatru.network\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Winter_1-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.asatru.network\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Winter_1-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.asatru.network\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Winter_1-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.asatru.network\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Winter_1.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die N\u00e4chte umh\u00fcllen das Land, die St\u00fcrme toben an den K\u00fcsten. Die Kr\u00e4fte, die uns umgeben werden sp\u00fcrbar, erlebbar, entfalten sich, nehmen uns mit oder verschonen uns. Irgendwie ist es auch eine Zeit, in der man sich selbst relativiert, sich zur\u00fcckzieht in den Kreis der Gemeinschaft. Eine Zeit des Miteinanderredens, Geschichtenerz\u00e4hlens, generell Miteinanderlebens. Es ist eine sch\u00f6ne Zeit, furchteinfl\u00f6\u00dfend und n\u00e4hrend zugleich.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.asatru.network\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Winter_2-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-352\" srcset=\"https:\/\/www.asatru.network\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Winter_2-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.asatru.network\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Winter_2-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.asatru.network\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Winter_2-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.asatru.network\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Winter_2-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.asatru.network\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Winter_2.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Von Ingmar<\/h2>\n\n\n\n<p>Auf den Streifz\u00fcgen durch&#8217;s eigene Leben begleiten einen unterschiedliche Dinge, die einem etwas bedeuten &#8211; ja, mit denen man viel verbindet. F\u00fcr mich geh\u00f6rt zum Beispiel die 1996 von Andrea Haugen gegr\u00fcndete Band <em>Hagalaz\u2019 Runedance<\/em> dazu und daher m\u00f6chte ich meine Julgedanken mit einem Lied von ihr beginnen\u2026<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>Rauch von Holz und Harz liegt in der Luft<br>Ich atme ein den verlockenden Duft<br>Yulezeit ist da, Yulezeit ist da<br>~<br>Im tiefstem Winter, so einsam die Nacht<br>Die Sonne wendet und Balder erwacht<br>Stellt das Sonnenrad auf, stellt das Sonnenrad auf<br>~<br>Der Tannenbaum in seiner Pracht<br>Der Yuleast lodert hell durch die Nacht<br>Stimmungsvolle Ruh, stimmungsvolle Ruh<br>~<br>Das Licht am Himmel die Hoffnung bringt<br>Und Thor wild seinen Hammer schwingt<br>Kraft f\u00fcrs kommende Jahr, Kraft f\u00fcrs kommende Jahr<br>~<br>Frey und Freyas Sinnlichkeit<br>Bringt Liebe, Lust und Fruchtbarkeit<br>Leben wird weitergehn, Leben wird weitergehn<br>~<br>Oh Wintersonne das Fest f\u00fcr Sie<br>Met, Korn und das Blut unsere Gaben an Sie<br>Auf ewige Wiederkehr, auf ewige Wiederkehr<\/p><cite>Hagalaz\u2019 Runedance &#8211; Das Fest der Wintersonne<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm9.staticflickr.com\/8064\/8257931289_ff8d84d522.jpg\" alt=\"\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Der Wald liegt eingeh\u00fcllt im Morgenlicht der Wintersonne. Der Wald\u2026 ein dunkler Streifen am Horizont, wie ein fernes Tor, auf das sich ein schmaler Feldweg zu schl\u00e4ngelt. Eisiges Blattwerk am Wegesrand &#8211; der Eingang in eine ganz eigene Welt. Und w\u00e4hrend ich so dahinstreife wird mir bewu\u00dft, wie kontrastreich sich die unbelaubten St\u00e4mme von der reflektierenden Schneedecke abheben. Ganz im Gegensatz zur warmen Jahreszeit wirkt der Waldboden richtig hell und man blickt mehrere hundert Meter weit in den Winterwald. Stamm an Stamm, Ast- und Buschwerk &#8211; jede Unregelm\u00e4\u00dfigkeit f\u00e4llt sofort ins Auge. Und wie der frische Schnee unter meinen Stiefeln knirscht, sehe ich in einiger Entfernung pl\u00f6tzlich eine Gestalt. Abrupt bleibe ich stehen, beobachte und warte auf eine Bewegung. Aber alles bleibt still. Was ist das? Ich kann&#8217;s nicht erkennen, es ist zu weit entfernt und verschwimmt im Dunst. Viele Baumst\u00fcmpfe s\u00e4umen den Weg und zuletzt gehe ich davon aus, dass es sich um abgestorbenes Holz handeln muss. Als ich meine Richtung \u00e4ndere um etwas n\u00e4her zu kommen, verliere ich den Punkt kurz aus den Augen\u2026 ein Blick zur Seite, ein Blick zur\u00fcck und weg ist sie, die eigenartige Silhouette.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm9.staticflickr.com\/8354\/8258997250_62f22a4a27.jpg\" alt=\"\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/farm9.staticflickr.com\/8206\/8257930691_e027de260a.jpg\" alt=\"\" \/><\/figure><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein gemeinsamer Julgru\u00df in die heil&#8217;ge Stille, in die besinnlichen Momente der Julzeit. Wir werden sicher sp\u00e4ter noch mal etwas zu dem &#8218;Wir&#8216; schreiben, doch an dieser Stelle m\u00f6chten wir zun\u00e4chst eines tun: Euch liebe Leserinnen und Lesern mit unseren pers\u00f6nlichen Gedanken eine besinnliche, erholsame und gesunde Julzeit w\u00fcnschen. Von Mona In den Rauhn\u00e4chten und &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.asatru.network\/?p=349\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eHeilige Julzeit (I)\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15],"tags":[29,30,27,28],"class_list":["post-349","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-blog","tag-jul","tag-julzeit","tag-winter","tag-wintersonnenwende"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.asatru.network\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/349","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.asatru.network\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.asatru.network\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.asatru.network\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.asatru.network\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=349"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.asatru.network\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/349\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":363,"href":"https:\/\/www.asatru.network\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/349\/revisions\/363"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.asatru.network\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=349"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.asatru.network\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=349"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.asatru.network\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=349"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}