Werkstatt

Als wir vor einigen Jahren an diesen Ort zogen, war hier nichts außer Kraut und Rüben. Eine brachliegende Stätte irgendwo im Nirgendwo. Heute sind Haus und Hof unsere Heimstatt mit Werkstatt, Feldschmiede, Hühnerstall und Holzlager. Hier trocknet all das Holz, das von den Bäumen ringsum stammt. Besondere Stücke, die nicht für unseren Kamin vorgesehen sind, werden separat abgelagert, um später für holzhandwerkliche Dinge ihre ureigene Bestimmung zu finden. Nicht selten werden dies Messer- oder Saxgriffe, Stallr, Astscheiben für Runen oder anderes, wodurch das praktische Leben der Alten Sitte um einiges reicher wird..

Holzlager

Dann stelle ich immer wieder fest, dass dieser wunderbar volle Klang des Wortes Werkstatt eine innere Bedeutung mitbringt. Nicht nur, dass die Substantive Werk und Statt oder Stätte tief in die alte Zeit unserer Sprache zurückreichen. Vielmehr noch wird jeder einzelne Feilenhieb, Hammerschlag oder Hobelstoß zu einem beinahe meditativen Akt – Heimstatt und Hort von verdichteten Ideen und zu Material gewordenen Momenten, Gedanken, Inspirationen… Und aus welchem Quell mögen diese Ideen stammen…

Schmiede

Dieser Quell ist die Alte Sitte, deren Grundlage die Anbindung zwischen uns Menschen mit den Göttern der Asen und Vanen darstellt. Aus der Alten Sitte strömen Werte und bewahrtes Wissen – und doch gehen wir mit der Zeit.

Werkstatt

Was du hier an diesem Ort anfindest, sind Unikate aus der praktischen Erfahrung jahrelanger oder besser jahrzehntelanger Beschäftigung mit der Alten Sitte. Ich biete hier eine Art Flohmarkt für all jene Dinge an, die ich durch Hammerschlag und Feilenhieb formte – die, alle auf ihre Weise, ihre Zeit in meiner Heimstatt durchlebten und von ihr geprägt sind. Man erkennt es an ihren Oberflächen.

  • Werkstatt